MOVE – Kurse in motivierender Gesprächsführung
Wie spreche ich Jugendliche auf problematischen Suchtmittelkonsum an? Der MOVE-Kurs (MOtivierende KurzinterVEntion) vermittelt praxisnahe Methoden, um mit Jugendlichen über ihren Konsum ins Gespräch zu kommen – respektvoll, empathisch und auf Augenhöhe.
Das Frühinterventionskonzept unterstützt Fachpersonen dabei, Veränderungsbereitschaft zu erkennen, Motivation zu fördern und Jugendliche in ihrem Prozess der Veränderung zu begleiten.

- Hintergrundwissen zu Sucht und ihrer Entstehung unter besonderer Berücksichtigung jugendlicher Lebenswelten und Entwicklungsaufgaben
- Reflexion der eigenen Haltung und Berufsrolle
- Rechtliche Grundlagen
- Einführung in die theoretischen Grundlagen
- Motivierende Kurzintervention üben, angepasst an das jeweilige Setting mit seinen Rahmenbedingungen: Einstieg ins Gespräch - Umgang mit Ambivalenzen - Empathie ausdrücken - Diskrepanzen entdecken und integrieren - Umgang mit Widerstand - Ziele setzen und Vereinbarungen treffen
- Unterstützung und Kooperationspartner finden
Die Inhalte sind in 12 Einheiten à 90 Minuten gegliedert, welche an 3 Tagen vermittelt werden. Die Schulung wird mit 10 bis 20 Teilnehmenden durchgeführt.
Veränderung ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein Prozess, der verschiedene Stadien durchläuft. Damit eine Intervention Wirkung zeigt, ist es hilfreich zu erkennen, ob und wie motiviert jemand ist. Eine schwach ausgeprägte Veränderungsbereitschaft wird bei MOVE nicht als Hinderungsgrund, sondern als Ausgangspunkt eines Gesprächs genutzt. Die Interventionsform ist niederschwellig und eignet sich auch für „Tür und Angel“-Gespräche.
Das Konzept ist speziell geeignet für Mitarbeiter:innen, die in ihrem Berufsfeld mit Jugendlichen in Kontakt stehen, die riskanten Suchtmittelkonsum oder andere Verhaltensweisen in riskanter Art oder riskantem Ausmass zeigen.
MOVE basiert auf den Grundlagen des Motivational Interviewing nach Miller und Rollnick sowie dem Transtheoretischen Stadien-Modell der Verhaltensänderung (TTM) nach Prochaska, Di Clemente und Velicier. Die Wirkung des Beratungskonzeptes ist evaluiert und hat international Verbreitung gefunden. Inzwischen wird das Konzept auch auf andere Problemstellungen und Altersgruppen übertragen. MOVE wurde von der ginko-Stiftung für Prävention in Deutschland entwickelt.
Schulsozialarbeitende, Jugendarbeitende und andere Fachpersonen, die mit Jugendlichen (ab ca. 11 Jahren) arbeiten, Lehrmeister:innen und Berufsbildner:innen. Durch ihren engen Kontakt zu Jugendlichen sind sie besonders geeignet, ein problematisches Konsumverhalten frühzeitig wahrzunehmen und entsprechend zu intervenieren.
Der nächste Kurs findet am 4., 5. und 11. Mai 2026 in Uster statt (jeweils von 9.00 - 17.00 Uhr).
Für Gemeindeangestellte im Zürcher Oberland (inkl. den dortigen Schulen, Institutionen), deren Gemeinde Mitglied des VPZO ist, ist der Kurs kostenlos.
Bitte melden Sie sich unverbindlich, wenn Sie persönlich an einer Teilnahme interessiert sind oder Ihre Organisation den Kurs als interne Weiterbildung anbieten möchte.
Kursanmeldungen geschlossen
Kontaktperson
Sandra Catuogno
Fachmitarbeiterin Prävention | Volks- und Mittelschulen
s.catuogno@sucht-praevention.ch