Spielzeugfreier Kindergarten
Im spielzeugfreien Kindergarten spielen Kinder eine Zeit lang ohne fertiges Spielzeug. Sie benutzen einfache Sachen und ihre Fantasie, um eigene Spiele zu erfinden.
Das gesundheitsfördernde und suchtpräventive Projekt dauert ca. 8–10 Wochen. Statt fertiger Spielsachen nutzen die Kinder einfache Materialien und ihre Fantasie, um eigene Spielideen zu entwickeln.
Das Projekt reagiert auf die heutige, oft stark vorgegebene Freizeitgestaltung und das Überangebot an Spielzeug. Für eine begrenzte Zeit werden klassische Spielsachen entfernt; übrig bleiben Möbel und neutrale Materialien wie Tücher, Klötze oder Naturgegenstände. So entsteht Raum für selbstbestimmtes, kreatives Spiel und die Förderung wichtiger Lebenskompetenzen.
Video der Stadt Winterthur zum Projekt "Spielzeugfreier Kindergarten".
Emotionale und soziale Lebenskompetenzen als Voraussetzung für eine gelingende Lebensbewältigung.
Im Spifiki werden die zentralen Lebenskompetenzen der WHO gefördert. Sie finden sich auch als überfachliche Kompetenzen im Lehrplan 21 wieder.
Die positive Bilanz: die Kinder werden langfristig weniger anfällig für suchtverstärkende Bewältigungsstrategien.
Damit unterstützt der spielzeugfreie Kindergarten die Entwicklung der Kinder, ganz im Sinne des Lehrplan 21 und der WHO.
Wir begleiten Kindergartenlehrpersonen bei der Umsetzung des Spielzeugfreien Kindergarten in den Bezirken Hinwil, Pfäffikon und Uster:
- 2-tägiger Einführungskurs mit praktischen Beispielen inklusive Zertifizierung
- Erfahrungsaustauschgruppen und Unterstützung während der Umsetzung des Spielzeugfreien Kindergartens
- Gemeinsame Planung und Durchführung von Elternabenden und Elterninformationsmaterial in verschiedenen Sprachen
Die Einführungskurse finden jeweils im September in der Stadt Zürich statt. Die Termine werden jeweils vor den Sommerferien publiziert.
Kontaktperson
Sandra Catuogno
Fachmitarbeiterin Prävention | Volks- und Mittelschulen
s.catuogno@sucht-praevention.ch