MOVE

Nächste Weiterbildung für Jugendarbeitende
MOVE – Motivierende Kurzintervention bei konsumierenden Jugendlichen
3., 4. und 17. September 2018


Kursbeschrieb

Anmeldung bis 3. August 2018 bei okaj zürich


Kosten für Mitglieder der okaj zürich CHF 300
Kosten für alle übrigen Interessierten CHF 400

Kontakt okaj zürich, Christoph Vecko, christoph.vecko@okaj.ch

MOVE - MOtivierende KurzinterVEntion
MOVE meint MOtivierende KurzinterVEntion und wurde in erster Linie entwickelt, um mit konsumierenden Jugendlichen über ihren Suchtmittelkonsum zu sprechen.

MOVE ist ein Unterstützungsangebot speziell für Suchtmittel konsumierende Jugendliche – insbesondere für riskant Konsumierende. Mit MOVE lassen sich Jugendliche einfacher auf ein konstruktives Gespräch ein und dazu anregen, ihr Konsumverhalten kritisch zu überdenken.

Veränderung ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein Prozess, der verschiedene Stadien der Bereitschaft etwas zu verändern durchläuft. Damit eine Intervention Wirkung zeigt, ist es wichtig, dass Sie erkennen, wie motiviert eine Jugendliche, ein Jugendlicher ist, etwas an seinem Konsumverhalten zu verändern. Eine schwach ausgeprägte Veränderungsbereitschaft wird bei MOVE nicht als Hinderungsgrund, sondern als Ausgangspunkt eines Gesprächs genutzt. Die eigene Gesprächshaltung ist zentral, um die Eigenmotivation des Jugendlichen zu fördern. Nachhaltige Veränderung muss aus eigener Überzeugung passieren.

MOVE basiert auf den Grundlagen des Motivational Interviewing nach Miller und Rollnick sowie dem Transtheoretischen Stadienmodell der Verhaltensänderung (TTM) nach Prochaska, Di Clemente und Velicier.

Die Haltung in der Motivierenden Gesprächsführung zeichnet aus sich durch
  • Akzeptierende Begleitung der Person (nicht des Konsums) anstelle von Konfrontation
  • Autonomiewahrung statt Machtausübung
  • Respekt und Empathie anstelle von dominierendem Expertenwissen
  • Klare Rückmeldung anstelle von nondirektivem Offenlassen

MOVE bedient sich dabei weiterer Kommunikationstheorien und Gesprächsführungsansätze.

Das Modell der Verhaltensänderung (TTM) ist der strukturgebende rote Faden in der Intervention.
Prozess der Verhaltensänderung
Während im Stadium der Absichtslosigkeit kaum Änderungsbereitschaft erkennbar ist, ist im Stadium der Absichtsbildung bereits eine Ambivalenz gegenüber Verhaltensänderungen erkennbar. Im Stadium der Vorbereitung werden konkrete Schritte geplant, die in der Phase der Aktion erprobt und schließlich im Stadium der Aufrechterhaltung durchgehalten werden. Veränderung kann jederzeit auch durch einen Rückfall in ein früheres Stadium begleitet sein. Je nach Stadium der Bereitschaft zur Verhaltensänderung werden unterschiedliche Formen der Unterstützung gewünscht und erweisen sich dementsprechend als zweckmäßig.

MOVE wurde in Deutschland entwickelt www.ginko-stiftung.de/
Zum Verband: Die Stellen für Süuchtprävention im Kanton Zürich