MOVE

Wie spreche ich Jugendliche auf problematischen Suchtmittelkonsum an?

3-tägiger Kurs in motivierender Gesprächsführung MOVE


MOVE - MOtivierende KurzinterVEntion - wurde entwickelt, um mit Jugendlichen zu ihrem Suchtmittelkonsum ins Gespräch zu kommen. Das Frühinterventionskonzept hilft die Veränderungsbereitschaft Jugendlicher zu fördern und Veränderungsbemühungen zu unterstützen.

Zielgruppe

Schulsozialarbeitende und interessierte Lehrpersonen, Jugendarbeitende, Leiterinnen und Leiter in Jugend- Freizeit- und Sportvereinen, Lehrmeister und Berufsbildner sind durch ihren engen Kontakt zu Jugendlichen besonders geeignet, ein problematisches Konsumverhalten frühzeitig wahrzunehmen und entsprechend zu intervenieren.

Zentrale Inhalte der Fortbildung

  • Hintergrundwissen zu Sucht und ihrer Entstehung unter besonderer Berücksichtigung jugendlicher Lebenswelten und Entwicklungsaufgaben
  • Die Reflexion der eigenen Haltung und Berufsrolle
  • Rechtliche Grundlagen
  • Einführung in die Theoretischen Grundlagen
  • Motivierende Kurzintervention üben, angepasst an das jeweilige Setting mit seinen Rahmenbedingungen: Einstieg ins Gespräch - Umgang mit Ambivalenzen - Empathie ausdrücke - Diskrepanzen entdecken und integrieren - Umgang mit Widerstand - Ziele setzen und Vereinbarungen treffen.
  • Unterstützung und Kooperationspartner finden

Die Inhalte sind in 12 Einheiten à 90 Minuten gegliedert, welche an 3 Tagen vermittelt werden. Die Schulung wir mit 10 bis 20 Teilnehmenden durchgeführt.

Kosten

Kurs für Mitglieder kostenlos, kleiner Beitrag für die Bewirtung

Kursleiterinnen der Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland

Simone Rindlisbacher
Anke Schmidt

Informationen zur nächsten Kursausschreibung

Simone Rindlisbacher
Konzept und Grundlagen von MOVE - MOtivierende KurzinterVEntion
Veränderung ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein Prozess, der verschiedene Stadien durchläuft. Damit eine Intervention Wirkung zeigt, ist es hilfreich zu erkennen, ob und wie motiviert jemand ist. Eine schwach ausgeprägte Veränderungsbereitschaft wird bei MOVE nicht als Hinderungsgrund, sondern als Ausgangspunkt eines Gesprächs genutzt. Die Interventionsform ist niederschwellig und eignet sich auch für „Tür und Angel“-Gespräche.

Das Konzept ist speziell geeignet für Mitarbeiter/innen, die in ihrem Berufsfeld mit Jugendlichen in Kontakt stehen, die riskanten Suchtmittelkonsum oder andere Verhaltensweisen in riskanter Art oder Ausmass zeigen.

MOVE basiert auf den Grundlagen des Motivational Interviewing nach Miller und Rollnick sowie dem Transtheoretischen Stadienmodell der Verhaltensänderung (TTM) nach Prochaska, Di Clemente und Velicier. Die Wirkung des Beratungskonzeptes ist evaluiert und hat international Verbreitung gefunden. Inzwischen wird das Konzept auch auf andere Problemstellungen und Altersgruppen übertragen. MOVE wurde von der ginko-Stiftung für Prävention in Deutschland entwickelt.

Das Modell der Verhaltensänderung (TTM) ist der strukturgebende rote Faden in der Intervention.
Zum Verband: Die Stellen für Süuchtprävention im Kanton Zürich